Mythos Informationsgesellschaft

Ernüchternde Perspektiven für die New Economy

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– Ernüchternde Perspektiven für die “New Economy”

– Das Produktivitätsparadox im Computerzeitalter

… und weitere Themen

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Zum Inhalt

Vorwort: Ernüchternde Perspektiven für die “New Economy”

I. Reale und virtuelle Wirtschaft
Aufstieg und Fall der “nachindustriellen Gesellschaft”
   Von Dr. Jonathan Tennenbaum
Des Kaisers neue Kleider auf amerikanisch: Neun Jahre US-“Wirtschaftsboom”
   Von Lothar Komp

II. Wissen statt Information
Wie der zeitgenössische Bildungsprozeß die geistigen Fähigkeiten zerstört
   Von Dr. Helmut Böttiger
Zur Frage der Erziehung
   Von Lyndon H. LaRouche

III. “Künstliche Intelligenz” und Fortschrittsfeindlichkeit
John von Neumanns “Künstliche Intelligenz” – “pattern card” des 20. Jahrhunderts?
   Von Ralf Schauerhammer
Norbert Wiener: Kybernetik und soziale Kontrolle im Cyberspace
   Von Ralf Schauerhammer
Das Fortschrittsfeindliche am KI-Kult und das Schöpferische am menschlichen Geist
   Von Gabriele Liebig

Beschreibung

Mit ideologischer Inbrunst wird gegenwärtig behauptet, die Weltwirtschaft verwandele sich in eine “globalisierte, nachindustrielle Informationswirtschaft”. Statt der technik- und energieintensiven Umformung physischer Substanzen werde fortan die Erzeugung und Bearbeitung, der Transport und Verzehr digitaler Informationen im Mittelpunkt des wirtschaftlichen Geschehens stehen. Und nur solche Volkswirtschaften, die sich rechtzeitig den Anforderungen dieser schicksalhaften Wendung unterzögen, könnten im 21. Jahrhundert dem ökonomischen Absturz entgehen.

Eine neue EIRNA-Studie zur “Informationsgesellschaft” kommt aber zu sehr ernüchternden Resultaten bezüglich der “New Economy” – besonders wenn man die US-amerikanische Wirtschaft der 90er Jahre analysiert: Schleppende Produktivitätsfortschritte, ein gigantisches Investitionsdefizit in der Industrie und bei der Infrastruktur, eine beispiellose private Verschuldung, ein gigantisches Zahlungsbilanzdefizit, all das kombiniert mit der größten Wertpapierinflation aller Zeiten. Aus diesen existenzgefährdenden Fehlentwicklungen sollte man lernen, nicht aber sie nachäffen.

Unsere Zukunft kann daher nicht im Übergang zu einer “nach-industriellen Informationsgesellschaft” liegen, sondern nur in der Schaffung einer neuen Industriegesellschaft, in der echte technologische Umwälzungen – wie zuletzt allenfalls in den 60er Jahren – wieder zur Tagesordnung gehören. Informationstechnologie wird auch hier eine erhebliche Rolle spielen. Im Zentrum wird dabei aber das Ringen um die kreativen Fähigkeiten der menschlichen Arbeitskraft – nicht zu verwechseln mit postmodernem „Informationsmanagement“ – stehen. Die jetzt zu erwartenden systematischen Erschütterungen des Weltfinanzsystems werden wesentlich dazu beitragen, den Mythos der “globalisierten Informationswirtschaft” ganz praktisch zu kippen.